
Aktuell: Human Rights Watch: Neue politische Kampagne verschärft Armut im ländlichen Tibet (21. Dezember 2006)
Eine Kampagne der chinesischen Regierung fordert von tibetischen Dorfbewohnern, unter strikten öffentlichen Bauvorgaben ihre eigenen Häuser neu zu bauen. Diese Kampagne führt laut eines Berichts der in New York ansässigen Human Rights Watch dazu, dass Dorfbewohner verarmen, anstatt wirtschaftlich davon zu profitieren. mehr lesen
Aktuell: Sorge um Sicherheit eines inhaftierten Tibeters nach Treffen mit UN-Sonderberichterstatter (11. Dezember 2006)
Berichte über Misshandlungen und Isolationshaft nach seinem Gespräch mit dem UN-Sonderberichterstatter für Folter Nowak im November 2005 haben zu großer Sorge über die Sicherheit und den Gesundheitszustand des politischen Gefangenen und früheren Mönchs Jigme Gyatso geführt. mehr lesen
Aktuell: UN Watch: Vereinte Nationen müssen über Menschenrechtsverletzungen in Tibet debattieren (11. Dezember 2006)
Die Nichtregierungsorganisation "UN Watch" hat den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen dazu aufgefordert, Chinas Menschenrechtsverletzungen in Tibet mit gleicher Aufmerksamkeit zu behandeln wie die Lage in Darfur. In einer Stellungnahme vor der dritten regulären Tagung des Menschenrechtsrates am 1. Dezember in Genf sagte eine Vertreterin der Organisation: "UN Watch begrüßt die Sondersitzung für Darfur, weist den Menschenrechtsrat aber auch auf die Menschenrechtsverletzungen in den 16 anderen Ländern und drei umstrittenen Territorien hin, die, einer Liste des "Freedom House" zufolge, als die schlimmsten der Welt gelten.“ Der Erklärung zufolge werden dort auch „die Unterdrückung politischer Dissidenten und der Medien in China, wie auch die Menschenrechtsverletzungen im besetzten Tibet" aufgeführt. mehr lesen
Aktuell: Der Sondergesandte des Dalai Lama, Lodi Gyari, gibt Stellungnahme zu Dialogbemühungen ab (29. November 2006)
Der Sondergesandte des Dalai Lama, Lodi Gyari, gab am 14. November im Brookings Institute in Washington Auskunft über die derzeitige Situation der Dialoge zwischen dem Dalai Lama und der chinesischen Regierung. mehr lesen
Aktuell: Offizielle Informationen bestätigen Haftstrafe für tibetische Nonne, die Poster aufhängte (10. November 2006)
Das mittlere Volksgericht von Gannan in der Provinz Gansu verurteilte laut offiziellen chinesischen Informationen, die vor kurzem von der Congressional Executive Commission on China (CECC) veröffentlicht wurden, die buddhistische Nonne Choekyi Drolma im Dezember 2005 zu einer dreijährigen Haftstrafe. Man behauptete, sie habe zur „Spaltung des Landes“ aufgerufen. mehr lesen
Aktuell: Mönche inhaftiert - sie verurteilten mangelnde Meinungsfreiheit ( 9. November 2006)
Ein tibetischer Mönch, der in einer Studentenversammlung erklärte, dass Tibeter keine Meinungsfreiheit besitzen, ist zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Man beschuldigte ihn, „der Gesellschaft großen Schaden zuzufügen“. Der Tibeter, Gedun, ein Lehrer des traditionellen Klostertanzes (Cham), wurde zusammen mit einem anderen Mönch, Jamphel Gyatso, laut offizieller chinesischer Informationen, die ICT erhielt, der "Spaltung des Landes“ bezichtigt. Jamphel Gyatso (chinesischer Name: Jiahua Jiancuo) wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, da er sich mit Gedun vor tibetischen Studenten in Tsolho (chinesisch: Hainan) über Themen wie die tibetische Nationalflagge oder die Loyalität gegenüber dem Dalai Lama unterhielt. Seine Aussagen wurden im Verurteilungsdokument als „giftige Rede“ bezeichnet. mehr lesen
Aktuell: Index der weltweiten Pressefreiheit 2006 ( 7. November 2006)
Im Verzeichnis für Pressefreiheit der Reporter ohne Grenzen ist China weitere vier Plätze gesunken. Ein Bericht erklärte, dass die Medienberichte des Landes zahlreicher und aggressiver werden, dass aber auch die Repressionen, die durch das Propagandaministerium und das Amt für öffentliche Sicherheit verübt werden, zugenommen haben. Die Regierung des am meisten bevölkerten Landes der Welt beansprucht eine Monopolstellung auf alle Nachrichten, die vor allem die staatlich geführte Xinhua Nachrichtenagentur innehat. Die Zensur und die Strafen wurden erhöht, viele neue Webseiten wurden geschlossen und physische Gewalt gegen Journalisten hat ein neues Ausmaß erreichet. Ein Journalist wurde von der Polizei getötet. mehr lesen
Aktuell: Expeditionen auf den Mount Everest werden eingeschränkt – hat China Angst vor kritischen Zeitzeugen? (31. Oktober 2006)
Ein offizieller chinesischer Bergsteigerverband hat erklärt, dass die Anzahl der Expeditionen auf den Mount Everest (Chomolungma) im nächsten Frühjahr begrenzt wird, da man sich auf den Olympischen Fackellauf für die Spiele 2008 vorbereitet. Die chinesische Presse hatte zuvor berichtet, dass die Behörden planen, die Olympische Fackel auf den Mount Everest, den höchsten Berg der Welt, zu tragen. Einer Stellungnahme der China- Tibet Bergsteigervereinigung in Lhasa zufolge wird ein Probelauf im nächsten Frühling stattfinden, aufgrund dessen viele internationale Expeditionen abgesagt werden. mehr lesen
Pressemitteilung: Vorfall an tibetisch-nepalesischer Grenze: Europaparlament verurteilt Tötung einer Tibeterin und verlangt umfassende Aufklärung (26. Oktober 2006)
Berlin. Das Europaparlament hat am 26. Oktober in einer einstimmig gefassten Resolution die Tötung eines tibetischen Flüchtlings durch chinesische Sicherheitskräfte verurteilt und die chinesischen Behörden dazu aufgefordert, eine umfassende Untersuchung der Vorfälle am Nangpa-Pass zu veranlassen und Fehlverhalten beteiligter Sicherheitskräfte strafrechtlich zu ahnden. Mindestens eine buddhistische Nonne, die sich in einer Gruppe von rund 70 Tibetern auf der Flucht nach Nepal befunden hatte, war am 30. September von chinesischen Sicherheitskräften erschossen und eine Gruppe von etwa 30 weiteren Tibetern, darunter viele Kinder, festgenommen worden. Video- und Fotoaufnahmen belegen, dass die chinesischen Sicherheitskräfte ohne erkennbaren Grund auf die Flüchtlinge gefeuert hatten. Das Parlament forderte ferner die Freilassung von neun am Nangpa-Pass festgenommenen tibetischen Kindern. mehr lesen
Pressemitteilung: Olympia 2008 in Peking – Adidas muss sich für Menschenrechte in China und Tibet einsetzen (23. Oktober 2006)
Berlin. "Der Sportartikelhersteller Adidas steht als Hauptpartner der umstrittenen Olympischen Spiele in Peking 2008 in einer besonderen Verantwortung und muss daher öffentlich für Menschenrechte in Tibet und China eintreten", erklärte heute die International Campaign for Tibet Deutschland (ICT) anlässlich des Starts ihrer Aktion "Sponsor gesucht". mehr lesen
Aktuell: Neue Fotos von den Folgen der Schüsse auf dem Nangpa Pass (18. Oktober 2006)
ICT wurden weitere Fotos zur Verfügung gestellt, die eine Gruppe chinesischer Sicherheitskräfte zeigen, die einen Tag nach den tödlichen Schüssen auf dem Nangpa Pass am 30. September um die Leiche der tibetischen Nonne Kelang Namtso herum stehen. mehr lesen
Aktuell: Videomaterial über Schüsse am Nangpa Pass widerlegt offizielles Statement der Chinesen (16. Oktober 2006)
Filmaufzeichnungen von den Tibetern, die auf ihrem Weg von der chinesischen Grenzpolizei am 30. September beschossen wurden, widerlegen die offizielle Behauptung, dass die Truppen in „Notwehr“ handelten. mehr lesen
Aktuell: Tibetische Kinder nach Schüssen am Nangpa-Pass von chinesischen Behörden in Gewahrsam genommen (10. Oktober 2006)
Mindestens zehn Kinder aus der Gruppe der Tibeter, die am 30. September an der tibetisch-nepalesischen Grenze unter Beschuss genommen waren worden, wurden von chinesischen Sicherheitskräften in Gewahrsam genommen. Dies besagen Augenzeugenberichte von Bergsteigern, die den Vorfall am Berg Cho Oyu verfolgt haben. Ungefähr eine halbe Stunde, nachdem eine 25 Jahre alte tibetische Nonne von Sicherheitskräften getötet worden war, wurde eine Gruppe von Kindern einzeln durch das Basislager am Cho Qyu abgeführt, berichten weitere Augenzeugen. mehr lesen
Aktuell: Tibetische Nonne erschossen – Schicksal weiterer Tibeter unklar (6. Oktober 2006)
Eine tibetische Nonne im Alter von Mitte zwanzig ist nach übereinstimmenden Berichten am 30. September auf dem Nangpa-la Pass von Angehörigen bewaffneter chinesischer Einheiten erschossen worden und mindestens ein anderer Tibeter könnte auf seinem Weg ins Exil nach Nepal getötet worden sein. mehr lesen
Pressemitteilung: Tibeterin bei Fluchtversuch erschossen - Schicksal weiterer Tibeter unklar (6. Oktober 2006)
Berlin. Bewaffnete chinesische Einheiten haben am 30. September mindestens eine Tibeterin bei einem Fluchtversuch über einen Himalaya-Pass erschossen und mindestens ein weiterer Tibeter könnte getötet worden sein. Einer Gruppe von 43 Tibetern gelang dabei die Flucht nach Nepal, der Verbleib von rund 30 weiteren Tibetern, die offenbar von Einheiten der chinesischen "Bewaffneten Volkspolizei" festgenommen wurden, ist unklar. "Das Vorgehen der chinesischen Sicherheitskräfte ist ein Skandal und massiver Verstoß gegen international anerkannte Menschenrechte", kritisierte der Geschäftsführer der International Campaign for Tibet Deutschland (ICT), Kai Müller, heute in Berlin. mehr lesen
Aktuell: China im Aufbruch - mit oder ohne Religion? (4. Oktober 2006)
„China im Aufbruch – mit oder ohne Religion?“ – unter diesem Motto lädt die International Campaign for Tibet Deutschland zu einer Podiumsdiskussion am 17. Oktober um 19.00 Uhr in das Rathaus Schöneberg in Berlin ein. mehr lesen
Aktuell: ICT veröffentlicht Bericht der Vereinten Nationen in tibetischer Sprache (26. September 2006)
Die International Campaign for Tibet hat am 20. September die tibetische Übersetzung des UNO-Berichtes veröffentlicht, der die China- und Tibetreise des UN-Sonderberichterstatters für Folter, Manfred Nowak, aus dem Jahr 2005 dokumentiert. Der Bericht mit dem Titel „Den Willen brechen: Der Bericht des UN-Sonderbotschafters für Folter über seine China-Mission 2005“ wurde in Genf am selben Tag im Rahmen eines Briefings vorgelegt, an dem Manfred Nowak die Originalversion dem UNO-Menschenrechtsrat vorstellte. mehr lesen
Aktuell: Chinesische Regierung kritisiert Bericht über Menschenrechtslage (26. September 2006)
Der neue Jahresbericht der amerikanischen Congressional-Executive Commission on China (CECC) über die Menschenrechtslage und die Entwicklung der Rechtsstaatlichkeit in China stellt fest, dass die Zukunft der Tibeter in hohem Maße von den Ergebnissen der Dialogbemühungen zwischen Tibetern und Chinesen abhängen wird. mehr lesen
Pressemitteilung: Dalai Lama erhält Congressional Gold Medal - Zeichen großer Unterstützung für Tibet (14. September 2006)
Berlin/Washington D.C. 14. September 2006. Der US-amerikanische Kongress hat gestern beschlossen, dem Dalai Lama die "Congressional Gold Medal" und damit die höchste Auszeichnung zu verleihen, die eine Privatperson in den Vereinigten Staaten erhalten kann. Diese Ehrung wird ihm für sein gewaltfreies Eintreten für die Menschenrechte zuteil und ist Ausdruck dafür, welche große Unterstützung das geistige Oberhaupt Tibets weltweit nach wie vor genießt. mehr lesen
Pressemitteilung: Pekings Wirtschafts- und Entwicklungspolitik eine Gefahr für Tibet – China muss auf Defizite in Wirtschaft und Menschenrechten deutlich hingewiesen werden (13. September 2006)
Hamburg, 12.September 2006. Die chinesische Wirtschaftspolitik bedroht Kultur und Gesellschaft Tibets. „Tibeter haben keine Möglichkeit, über ihre wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft zu entscheiden und werden stattdessen durch ein fremdes Entwicklungsmodell systematisch an den Rand der Gesellschaft gedrängt“, kritisierte Kai Müller, Geschäftsführer der International Campaign for Tibet Deutschland (ICT) aus Anlass des Staatsbesuches von Ministerpräsident Wen Jiabao und der Eröffnung der „CHINA-TIME“ in Hamburg. Wen Jiabao wird am 13. September an einem deutsch-chinesischen Wirtschaftstreffen teilnehmen und im Anschluss zu politischen Gesprächen in Berlin erwartet. mehr lesen
Aktuell: Europäisches Parlament verabschiedet kritischen China-Bericht ( 8. September 2006)
Das Europäische Parlament hat einen Bericht verabschiedet, in dem die Menschenrechtssituation in China und Tibet stark kritisiert wird. Der Bericht wurde mit 351 Ja-Stimmen beschlossen und wird am Abend des 9. September, während des Gipfeltreffens zwischen China und der EU in Helsinki, behandelt. Der Bericht beklagt „den Widerspruch zwischen der in der Verfassung garantierten Glaubensfreiheit [...] und der anhaltenden Einmischung des Staates in religiöse Angelegenheiten" und äußert Besorgnis darüber, dass „die Anwendung von Folter weit verbreitet bleibt." mehr lesen
Aktuell: Dalai Lama beliebteste internationale Persönlichkeit in Deutschland ( 7. September 2006)
Während Chinas Premierminister Wen Jiabao zu einem Staatsbesuch in Deutschland erwartet wird, belegt eine Umfrage, dass der Dalai Lama die Persönlichkeit auf internationalem Gebiet ist, die die Deutschen am meisten bewundern. mehr lesen
Aktuell: ICT öffnet Büro in Brüssel ( 4. September 2006)
Mit der Öffnung ihres Büros in Brüssel am 1. September 2006 hat die International Campaign for Tibet ihre Arbeit gegenüber der EU deutlich verstärkt. „Wir wollen mit unserer neuen Vertretung die Tibetfrage fest in der europäischen Politik verankern“, erklärte Tsering Jampa, Geschäftsführerin von ICT-Europe heute in Amsterdam. „Dies ist ein Signal an die EU und an die chinesische Regierung, dass sie die Tibetfrage ernst nehmen müssen,“ so Jampa weiter. Die EU spiele eine herausragende Rolle bei der friedlichen Lösung des Konflikts. mehr lesen
Kommentar: Tibet-Ausstellung in der Villa Hügel – beredtes Schweigen und das Verdrängen von Geschichte ( 1. September 2006)
In Deutschland wird gegenwärtig kontrovers über den Umgang mit Geschichte und ihr Verdrängen diskutiert. Das Thema ist aber nicht allein ein deutsches. Aus Anlass des 40. Jahrestages der sog. Kulturrevolution in China erschienen in deutschen Medien zahlreiche Berichte über das verordnete Schweigen Chinas über diese Zeit. So stellt die Süddeutsche Zeitung das bemerkenswerte Projekt der im amerikanischen Exil lebenden Chinesin Wang Youqin vor. Mit einem Internetmuseum will die seit Jahrzehnten zur Kulturrevolution forschende Wang an die Opfer dieser beschönigend genannten „10 Jahre des Chaos“ erinnern. mehr lesen
Aktuell: Wiedergewählt: Samdhong Rinpoche setzt sich für eine Intensivierung des Dialoges mit China ein (30. August 2006)
Samdhong Rinpoche wurde für eine zweite Legislaturperiode zum Vorsitzenden des Kabinetts der tibetischen Exilregierung (Kalon Tripa) gewählt. Er erklärte, dass er den Dialog mit der chinesischen Führung auf der Grundlage des Ansatzes des Dalai Lamas intensivieren wolle. Bei seiner Vereidigung am 15. August in Dharamsala sagte er: "Dieses Mandat ist nicht für eine Einzelperson, sondern die Wiederwahl bezeugt die Unterstützung für mich und meinen Einsatz für die Politik des Mittleren Weges und die Programme, die wir in den letzten fünf Jahren realisieren konnten. Folglich bin ich fest entschlossen diesen Weg couragiert weiter zu verfolgen." mehr lesen
Aktuell: Auslandskorrespondenten in China: Peking ist auf Berichterstattung über Olympische Spiele nicht vorbereitet (30. August 2006)
Der Club ausländischer Korrespondenten in China (FCCC) hat ein Statement veröffentlicht, in dem er sich darüber beklagt, dass China nicht auf die hohe Zahl ausländischer Journalisten, die während der Olympischen Spiele 2008 erwartet werden, vorbereitet sei. In der Stellungnahme hieß es: "Chinesische Behörden nehmen ausländische Reporter regelmäßig fest und wenden gegen sie und ihre Quellen manchmal sogar Gewalt an." mehr lesen
Aktuell: Phuntsog Nyidron gibt Erklärung vor UN ab (30. August 2006)
Die Drapchi-Nonne Phuntsog Nyidron, die im März dieses Jahres aus Tibet ausreisen konnte, gab am 14. August vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen eine Stellungnahme ab. Die mittlerweile in der Schweiz lebende Nonne berichtete dem UN-Expertengremium über erlittene Misshandlungen durch Gefängniswärter und Folter während der Haft. mehr lesen
Pressemitteilung: Tibet-Ausstellung in Essen: "Ein Politikum" - ICT kritisiert beschönigendes Bild der brutalen Realität in Tibet (18. August 2006)
Essen/Berlin. Erstmals zeigt die Kulturstiftung Ruhr in der Essener Villa Hügel ab dem 19. August Kunstschätze aus tibetischen Klöstern und Museen. "Wir begrüßen es sehr, dass mit dieser Ausstellung die Hochkultur des Himalaya-Landes gewürdigt und einem breiten Publikum vor Augen geführt wird." Dies betonte Kai Müller, Geschäftsführer der International Campaign for Tibet Deutschland e.V. (ICT) anlässlich der Ausstellungseröffnung am 19. August. "Der Wermutstropfen dabei ist allerdings, dass diese Ausstellung sich inhaltlich völlig auf den kunsthistorischen Anspruch zurückzieht." Die politische Geschichte Tibets wie auch die aktuelle Menschenrechtslage auf dem Dach der Welt werde konsequent ausgeklammert: Müller zeigte sich besorgt, dass hierdurch "die Besucher einen falschen Eindruck der Realität Tibets erhalten könnten, die bis heute durch Menschenrechtsverletzungen und Religionsunterdrückung gekennzeichnet ist." mehr lesen
Aktuell: Tibetischer Intellektueller wegen Buchmanuskript über Geschichte und Kultur zu zehn Jahren Haft verurteilt (14. August 2006)
Der tibetische Schriftsteller und Lehrer Dolma Kyab (auch „Dolgyap“; chin.: „Zhuo Shique“) konnte einen Brief aus dem Gefängnis schmuggeln, in dem der 29 jährige unter anderem davon berichtet, dass er zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden ist. Die Verurteilung soll im Zusammenhang mit seinem unveröffentlichten Buch „Der ruhelose Himalaya“ stehen. Dolma Kyab, der unter seinen Freunden dafür bekannt ist, dass er sich für ökologische Fragen in Tibet interessiert, wurde dem Vernehmen nach im März 2005 inhaftiert und wird zur Zeit unter dem Vorwurf der „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ im Gefängnis von Chushur (chin.: Qushui) im Südwesten von Lhasa festgehalten. In seinem Brief aus dem Gefängnis, der ICT vorliegt, bittet er Menschenrechtsgremien der Vereinten Nationen um Hilfe und äußert weiter die Vermutung, dass er aufgrund der Ideen, die in seinem Buchmanuskript über Tibet enthalten sind, inhaftiert wurde. Mehrere tibetische wie auch chinesische Schriftsteller haben eine von Tibetern im indischen Exil lancierte Petition unterzeichnet, die die Freilassung von Dolma Kyab fordert. mehr lesen
Pressemitteilung: Olympia 2008: Chance und Gefahr für Menschenrechte in Tibet und China ( 7. August 2006)
Berlin, 07.08.06. Die Olympischen Sommerspiele in Peking, die am 8. August in zwei Jahren eröffnet werden, sind zugleich Chance und Gefahr für Frieden und Menschenrechte in Tibet, sagte heute die International Campaign for Tibet Deutschland (ICT) in Berlin. mehr lesen
Aktuell: Tränen auf dem Dach der Welt ( 2. August 2006)
In einem Gastbeitrag für die Tageszeitung "Der Tagesspiegel" kommentiert Richard Gere, Vorstandsvorsitzender von ICT-USA, die Einweihung der Bahnlinie nach Lhasa. Gere beschreibt das Megaprojekt Pekings als "Bedrohung für das kulturelle Erbe Tibets". mehr lesen
Aktuell: China nimmt beliebte Internet-Tagebücher vom Netz ( 1. August 2006)
Medienberichten zufolge haben die chinesischen Behörden angeordnet, die gut besuchten Internet-Tagebücher, auch Blogs genannt, der bekannten tibetischen Schriftstellerin Woeser (auch Oser, chin.: Wei Se) zu schließen. Woeser, die 1966 geboren wurde, ist einer der wenigen tibetischen Schriftstellerinnen, die auf Chinesisch schreibt. Sie schloss ihr Studium am Südwestlichen Institut für Nationale Minderheiten ab und arbeitete als Journalistin. Ihr Blog wurde geschlossen, weil sie am 6. Juli dem Dalai Lama Glückwünsche zum Geburtstag aussprach. Sie veröffentlichte ein Gedicht, in dem sie den Dalai Lama pries und stellte Fotos von Butterlampen als symbolisches Geschenk ins Internet. mehr lesen
Aktuell: Präsident des Europäischen Parlaments zeigt sich weiterhin besorgt über Tibet-Frage (20. Juli 2006)
Der Präsident des Europäischen Parlaments, Josep Borrell, hat seinen siebentätigen Besuch in China und Tibet beendet. Borrell stattete vom 8. bis zum 14. Juli 2006 China und Tibet seinen ersten Staatsbesuch ab und bereiste Peking, Lhasa und Shanghai. Am Ende seiner Reise sagte Borrell, dass er die chinesische Regierung zu mehr Demokratie im Lande und einer Besserung der Menschenrechtslage dränge. Borrell sprach ebenfalls die Bedenken des Europäischen Parlaments bezüglich der Einschränkungen der Meinungsfreiheit an und plädierte für eine Abschaffung der Arbeitslager und für die Ratifizierung des Internationalen Pakts Bürgerlicher und Politischer Rechte. mehr lesen
Aktuell: Nach der Verbreitung von falschen Gerüchten warten tausende Tibeter in Amdo auf den Dalai Lama (19. Juli 2006)
Tausende Tibeter sind in den letzten Tagen ins Kumbum Kloster nach Amdo (Provinz: Qinghai) gereist, nachdem das Gerücht verbreitet worden war, dass dort der Dalai Lama sei. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden in Kumbum verschärft, man eröffnete sogar einen Kontrollposten in der Nähe des Klosters. Am Wochenende des 15. und 16. Juli wurden die Tibeter aufgefordert, den Ort wieder zu verlassen. Die Gerüchte waren falsch, der Dalai Lama befindet sich derzeit in Indien. Berichten zufolge, die ICT erhielt, konnten die Tibeter in der Gegend allerdings nicht überprüfen, ob die Gerüchte falsch oder wahr waren, da ihnen keine vertrauenswürdigen Informationsquellen zur Verfügung standen. mehr lesen
Aktuell: Politische Gefangene vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen (16. Juli 2006)
Nyima Choedron, eine Lehrerin aus Lhasa, die wegen des Vorwurfs „separatistischer Tendenzen“ bereits zehn Jahre in Haft verbracht hat, wurde laut Aussagen der in den Vereinigten Staaten ansässigen „Dui–Hua-Stiftung“ ein Jahr vor Beendigung ihrer Haftstrafe vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Nyimas Partner, der vierzigjährige Bangri Tsamtrul Rinpoche, der frühere Leiter und Mitbegründer der Gyatso-Schule, verbüßt wegen des gleichen Vorwurfs eine Haftstrafe von achtzehn Jahren. Nach ihrer Freilassung im Februar konnte Nyima ihre siebenjährige Tochter wieder sehen und Bangri Rinpoche im Chushur-Gefängnis (chin.: Qushui) besuchen. mehr lesen
Aktuell: Sicherheitsvorkehrungen bei der Einweihung der Bahnlinie verschärft: bewaffnete Eliteeinheit nimmt an der Jungfernfahrt teil (13. Juli 2006)
Chinas Ministerium für Öffentliche Sicherheit hat der chinesischen Polizei und dem Sicherheitspersonal dazu gratuliert, dass die Eröffnungsfeier der neuen Eisenbahnlinie nach Lhasa ohne Zwischenfälle durchgeführt werden konnte. Lobend hervorgehoben wurde auch der „Patriotismus“ einer Eliteeinheit aus Peking, Chengdu und Xining, die den Zug bei seiner ersten Reise von Golmud in Qinghai nach Lhasa begleitet hatte. mehr lesen
Aktuell: Tibetischer Kashag besorgt über scharfe Äußerungen chinesischer Parteifunktionäre in Tibet (11. Juli 2006)
In seiner Stellungnahme zum Geburtstag des Dalai Lama am 6. Juli 2006 hat der Kashag, das tibetische Exilkabinett, seiner Besorgnis über jüngste Äußerungen von chinesischen Parteifunktionären der Tibetischen Autonomen Region (TAR) Ausdruck verliehen. In seinem Statement kritisiert er u.a. die "haltlosen Anschuldigungen und herabwürdigenden Äußerungen" gegenüber dem Dalai Lama. Vor kurzem hatte der Parteichef der KP in der TAR von "einem Kampf um Leben und Tod" gegen den Dalai Lama und seine Anhänger gesprochen. mehr lesen
Aktuell: Präsident des Europäischen Parlaments besucht Tibet (10. Juli 2006)
Der Präsident des Europäischen Parlaments, Josep Borrell, wird vom 8. bis zum 14. Juli zum ersten Mal offiziell die Volksrepublik China und dabei neben Peking und Shanghai auch Lhasa besuchen. mehr lesen
Aktuell: ICT-Bericht: Einweihung der neuen Bahnlinie nach Lhasa - Peking verschärft politische Repression in Tibet (30. Juni 2006)
Die neue Eisenbahnlinie, die China mit dem tibetischen Hochplateau verbindet, wird am 1. Juli offiziell eingeweiht. Begleitet wird die von Peking als historisch bezeichnete Inbetriebnahme des milliardenschweren Infrastrukturprojektes von einem immer repressiver werdenden politischen Klima. Die chinesische Führung hat Sicherheitsvorkehrungen verschärft, „patriotische Erziehungskampagnen“ und ihre „strike-hard“-Kampagne intensiviert. Gleichzeitig hat der Parteichef der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) in Tibet, Zhang Qingli, verkündet, es werde einen „Kampf bis zum Tod“ gegen den Dalai Lama und seine Unterstützer geben. mehr lesen
Pressemitteilung: Weltweite Proteste begleiten Eröffnung der Eisenbahnlinie nach Lhasa – Pekings Milliardenprojekt ist Gefahr für Menschenrechte und Frieden in der Region (30. Juni 2006)
30.6.2006, Berlin. International Campaign for Tibet Deutschland (ICT) hat heute die bevorstehende Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie nach Lhasa am 1. Juli scharf kritisiert. „Das Milliardenprojekt dient allein dem Zweck politischer Kontrolle Tibets und birgt die Gefahr der Militarisierung einer ganzen Region“, zeigte sich die Organisation besorgt. Ferner ermögliche das Infrastrukturprojekt den leichteren Zuzug von Chinesen nach Tibet, die mit besonderen Anreizen gelockt würden. „Ziel dieser Siedlungspolitik ist offenbar, die tibetische Kultur in Tibet zu unterminieren und an den Rand zu drängen“, so ICT weiter. Tibeter weltweit protestieren mit öffentlichen Aktionen gegen die Prestigeprojekt Pekings. Berichten zufolge soll sich auch Staatspräsident Hu Jintao an Bord des ersten Passagierzuges nach Lhasa befinden. mehr lesen
Pressemitteilung: Internationaler Tag zur Unterstützung von Folteropfern - Folter in Tibet weit verbreitet und systematisch angewandt (25. Juni 2006)
Berlin, 25.06.2006. Elektroschocks, Schläge mit Schlagstöcken an sensiblen Körperstellen wie Kopf, Gesicht, Mund, Nase und Ohren, Schlafentzug, Nahrungsentzug und Isolationshaft in Zellen ohne Tageslicht: so sieht die Realität vieler Gefängnisinsassen – viele von ihnen politische Gefangene – in Tibet aus. International Campaign for Tibet fordert aus Anlass des Internationalen Tages zur Unterstützung von Folteropfern am 26. Juni das sofortige Ende von Folter und Misshandlungen in dem von China seit 1949 besetzten Land. mehr lesen
Aktuell: Kanada verleiht Ehrenbürgerwürde an den Dalai Lama (23. Juni 2006)
Das kanadische Parlament hat gestern am 22. Juni einstimmig beschlossen, dem 14. Dalai Lama die höchste Ehrung des Landes, die Ehrenbürgerschaft, zu verleihen. Der Dalai Lama ist damit der dritte Nicht-Kanadier, dem diese hohe Auszeichnung zuteil wird. Zuvor waren Raoul Wallenberg im Jahre 1985 und Nelson Mandela im Jahre 2001 geehrt worden. mehr lesen
Pressemitteilung: Nepal muss auch Flüchtlingspolitik neu ordnen: Lage tibetischer Flüchtlinge hat sich verschlechtert (20. Juni 2006)
Berlin. 20. Juni. Die Lage tibetischer Flüchtlinge in Nepal hat sich im vergangenen Jahr verschlechtert. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Flüchtlingsjahresbericht „Gefährliche Flucht“ von International Campaign for Tibet, der am heutigen Weltflüchtlingstag veröffentlicht wird. mehr lesen
Aktuell: Bericht: Menschenrechtsdialog zwischen Kanada und China „nutzlos“ (19. Juni 2006)
Einer von der kanadischen Regierung in Auftrag gegebenen Evaluation zufolge gibt es in Regierungskreisen in Ottawa immer kritischere Stimmen über den seit neun Jahren laufenden Menschenrechtsdialog zwischen China und Kanada. In dem Bericht heißt es, dass auf der kanadischen Seite „Dialogmüdigkeit“ und ein wachsender Zynismus Platz gegriffen hätten. Zudem werde bemängelt, dass der Menschenrechtsdialog nicht zu einer Verbesserung der Lage vor Ort geführt habe. mehr lesen
Aktuell: Goodbye Commission – Welcome Council: Der neue Menschenrechtsrat und die Tibet-Frage (19. Juni 2006)
Am 19. Juni hat der neue UN-Menschenrechtsrat seine Arbeit aufgenommen. Für die Tibet-Unterstützerbewegung gab die Arbeit seiner Vorgängereinrichtung, der Menschenrechtskommission, ein ums andere Mal Anlass zu bitterer Enttäuschung. Grund hierfür war vor allem die Weigerung Chinas, seinen Verpflichtungen im Menschenrechtsbereich und den Empfehlungen der Kommission und seinen Beauftragten nachzukommen. mehr lesen
Aktuell: Erzbischof Tutu überzeugt davon, dass die Tibeter Unterdrückung überwinden werden ( 7. Juni 2006)
Friedensnobelpreisträger Erzbischof Desmond Tutu hat am 1. Juni den Light of Truth Award 2006 von International Campaign for Tibet entgegen genommen. „Ich fühle mich geehrt, dass mir der Light of Truth Award vom Dalai Lama, einem Mann überreicht wird, den ich meinen Freund nennen darf. Dass wir uns hier treffen zeigt, dass unsere Begeisterung dafür, andere Glaubensrichtungen und andere Völker zu verstehen, ungetrübt bleibt.“ mehr lesen
Aktuell: Zwei der „singenden Nonnen“ fliehen ins Exil (31. Mai 2006)
Zwei Mitglieder der tibetischen Gefangenengruppe, die auch unter dem Namen „singende Nonnen“ bekannt ist, sind nach ihrer Flucht über den Himalaja unversehrt im Exil angekommen. mehr lesen
Aktuell: Bundeskanzlerin Merkel spricht Tibetfrage und Lage der Religionsfreiheit an (23. Mai 2006)
Berlin. Medienberichten zufolge hat Bundeskanzlerin Angela Merkel während ihres Besuches in der Volksrepublik China in dieser Woche unter anderem die Tibetfrage sowie die schlechte Lage der Glaubens- und Religionsfreiheit in Tibet angesprochen. Dabei habe sie sich u.a. konkret für Gespräche mit Tibets geistigem und weltlichem Oberhaupt, dem Dalai Lama, ausgesprochen und ferner weitere Menschenrechtsprobleme wie die Zensur des Internets in China kritisiert. Die Bundeskanzlerin war in China mit Staats- und Parteichef Hu Jintao und Ministerpräsident Wen Jiabao zusammengetroffen. mehr lesen
Aktuell: Bischof Tutu und belgische Hergé-Stiftung erhalten "Light of Truth Award" (22. Mai 2006)
Berlin. Diesjährige Preisträger des „Light of Truth Awards“ der International Campaign for Tibet (ICT) sind Erzbischof Desmond Tutu und die belgische Hergé-Stiftung. Mit dem Preis werden Persönlichkeiten und Organisationen ausgezeichnet, die sich besonders um das Verständnis Tibets in der Öffentlichkeit verdient gemacht haben. Überreicht wird die Auszeichnung vom 14. Dalai Lama am 1. Juni in der belgischen Hauptstadt. mehr lesen
Pressemitteilung: Kofi Annan muss Schicksal des Panchen Lama in China ansprechen - heute Jahrestag der Entführung (17. Mai 2006)
Berlin. International Campaign for Tibet (ICT) hat gestern zusammen mit anderen Nichtregierungsorganisationen UN-Generalsekretär Kofi Annan aufgefordert, während seines Besuches in der Volksrepublik China in dieser Woche das Schicksal des verschwundenen 11. Panchen Lama Gedhun Choekyi Nyima anzusprechen. Annan reist am 19. Mai in die Volksrepublik, genau zwei Tage nach dem 11. Jahrestag der Entführung des Panchen Lama. mehr lesen
Aktuell: Lange Haftstrafen für tibetische politische Gefangene (16. Mai 2006)
Neuen offiziellen chinesischen Berichten zufolge ist ein Mönch namens Choegying Khedrub, der im Jahr 2001 des „Separatismus“ angeklagt wurde, zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt worden. Choeying Khedrub, der Anfang dreißig ist, wurde am 29. Januar 2001 vom höheren Volksgericht der Tibetischen Autonomen Region (TAR) separatistischer Aktivitäten beschuldigt und verurteilt. Er stammte aus einer Gruppe von drei Mönchen und zwei Bürgern die angeklagt wurden, Flugblätter gedruckt und verteilt zu haben. mehr lesen
Aktuell: China erhält einen Sitz im neuen Menschenrechtsrat (10. Mai 2006)
Berlin. Trotz der Aufforderungen verschiedener Menschenrechtsorganisationen, ihre Kandidatur nicht zu unterstützen, wurde gestern die Volksrepublik China in den neuen UN-Menschenrechtsrat gewählt. China erhielt 146 von 191 möglichen Stimmen und wurde somit als achter asiatischer Staat in den Kreis der Mitglieder aufgenommen. mehr lesen
Aktuell: US-Kommission: Keine Veränderung der repressiven Religionspolitik in Tibet erkennbar ( 5. Mai 2006)
Washington D.C. Der US-Kommission für Glaubens- und Religionsfreiheit zufolge hat sich die repressive Religionspolitik der chinesischen Regierung nicht wesentlich geändert. Zu diesem Ergebnis kommt das Gremium in seinem Jahresbericht 2006, der am 3. Mai veröffentlicht wurde. mehr lesen
Prioritätsliste tibetischer politischer Gefangener - Mai 2006 ( 1. Mai 2006)
Die International Campaign for Tibet (ICT) drängt auf die Freilassung aller tibetischen politischen Gefangenen, die in Tibet und China inhaftiert sind. mehr lesen
Aktuell: 17. Geburtstag des „gestohlenen Kindes“ Tibets: Repression und Kontrolle von Religion und Gesellschaft nehmen zu - Zeigen von Gebetsfahnen in Region Tibets mit Verbot belegt (25. April 2006)
Berlin/Amsterdam/Washington. Glaubens - und Religionsfreiheit und die freie Religionsausübung unterliegen in Tibet immer massiveren, systematischen Einschränkungen. Am 25. April gedenken Tibeter und Tibet-Freunde in aller Welt dem Schicksal des von China entführten Panchen Lama, Gedhun Choeki Nyima, der an diesem Tag seinen 17. Geburtstag feiert. Sein Aufenthaltsort ist seit mehr als zehn Jahren unbekannt und die chinesische Regierung weigert sich beharrlich, unabhängigen Beobachtern Zugang zum Panchen Lama zu ermöglichen, der sich eigenen Erklärungen zufolge in ihrer Gewalt befindet. Gleichzeitig präsentiert Peking einen von den chinesischen Machthabern bestimmten Jugendlichen als Panchen Lama, der allerdings von Tibetern nicht anerkannt und im Volksmund lediglich „Panchen Zuma“ - „falscher Panchen Lama“ genannt wird. mehr lesen
Aktuell: China gibt Erklärung über Kandidatur zum UN-Menschenrechtsrat ab - ICT: Schreiben nicht ausreichend und enttäuschend (20. April 2006)
Amsterdam / Berlin. Die Regierung der Volksrepublik China hat eine Erklärung über ihre Kandidatur für den neuen Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen abgegeben. Die Erklärung enthält lediglich oberflächliche Aussagen und wenige Details darüber, wie China seinen Verpflichtungen gegenüber den Vereinten Nationen im Falle seiner Wahl in den Menschenrechtsrat nachkommen will. mehr lesen
Aktuell: China: Panchen Lama "bei guter Gesundheit und glücklich" (18. April 2006)
Amsterdam/Berlin. Die UN-Sonderberichterstatterin für Religions- und Glaubensfreiheit, Asma Jehangir, informierte vor kurzem über eine Mitteilung der chinesischen Regierung, derzufolge Gedhun Choekyi Nyima, der vom 14. Dalai Lama als Panchen Lama anerkannte tibetische Junge, gegenwärtig eine „weiterführende Schule“ besuche und dass er ein „normales, glückliches Leben führe und eine gute kulturelle Bildung erhalte.“ mehr lesen
Aktuell: Ist die Volksrepublik China ein guter Kandidat für den UN-Menschenrechtsrat? (11. April 2006)
Washington/Amsterdam/Berlin. Am 27. März dieses Jahres schlossen sich zum letzten Mal die Türen hinter der UN-Menschenrechtskommission. Die viel kritisierte Einrichtung wird einem neuen Menschenrechtsrat Platz machen. Die International Campaign for Tibet (ICT) ist der Überzeugung, dass das neue Gremium einen substantiellen Beitrag zum Schutz universeller Menschenrechte leisten kann, obwohl seine Ausgestaltung letztlich nicht den Wünschen und Hoffnungen vieler Nichtregierungsorganisationen und Regierungen entspricht. Dessen ungeachtet hat ICT schwerwiegende Bedenken insbesondere in Hinblick auf eine mögliche Wahl der Volksrepublik China in den Menschenrechtsrat. mehr lesen
Aktuell: Tibetischer Mönch nach Belehrungen über tibetische Kultur und Geschichte verurteilt (10. April 2006)
Der tibetische Mönch Gendun, ein Lehrer traditioneller klösterlicher Tänze (Cham) aus der tibetischen Region Amdo (jetzt Teil der Provinz Qinghai), wurde zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem er Belehrungen über tibetische Kultur und Geschichte gegeben hatte. Gendun wurde im Februar 2005 zusammen mit mehr als zwanzig Mönchen, Schülern und anderen Lehrern festgenommen. Während die anderen Personen offenbar unmittelbar nach ihrer Festnahme wieder freigelassen worden sind, wurde der Geistliche im Januar 2006 vor Gericht gestellt und verurteilt. mehr lesen
Aktuell: Tibet-Gesprächskreis im Bundestag neu konstituiert – ICT begrüßt Engagement deutscher Bundestagsabgeordneter ( 7. April 2006)
Berlin. 7 April 2006. Der Tibet-Gesprächskreis im Deutschen Bundestag ist am vergangenen Mittwoch zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Auf Einladung der informell tagenden Gruppe deutscher Parlamentarier informierte Kelsang Gyaltsen, Sonderbotschafter des Dalai Lama, die Abgeordneten über die andauernden Dialogbemühungen des Dalai Lama und die weiterhin schlechte Menschenrechtslage in dem von China besetzten Tibet. Die Abgeordneten begrüßten einhellig die Bemühungen der Exiltibeter um eine friedliche Lösung des Tibet-Konflikts und sicherten ihre volle Unterstützung zu. mehr lesen
Aktuell: Sonderbotschafter Lodi Gyari: „Erfolgreiche Verhandlungen werden Durchbruch nicht nur für Tibet, sondern für die ganze Weltgemeinschaft sein“ ( 5. April 2006)
In einem umfassenden Interview für das Online-Magazin "Rediff" äußert sich Lodi Gyari, Sonderbotschafter des Dalai Lama, über die fortlaufenden Dialogbemühungen mit der chinesischen Staatsführung und die Natur der Tibet-Bewegung. "Die Tibet-Bewegung ist einzigartig. Deutlich wird dies schon daran, wie wir die Verhandlungen mit der Volksrepublik China führen.“ (englisch) mehr lesen
Aktuell: Song of Sadness - Prozessunterlagen gewähren neue Einblicke in das Schicksal der "Drapchi-Nonnen" ( 3. April 2006)
Berlin/Washington D.C., 3. April 2006. Die Ausreise der Siebenunddreißigjährigen Phuntsog Nyidron in die Vereinigten Staaten am 15. März ist vorläufiger Schlusspunkt der Geschichte der sogenannten „Singenden Nonnen“ aus dem berüchtigten Drapchi-Gefängnis in Tibet, die wegen ihres friedlichen Protestes gegen die chinesische Herrschaft in Tibet inhaftiert worden waren. mehr lesen
Aktuell: Letzte Sitzung der UN-Menschenrechtskommission – ICT unterzeichnet gemeinsame Erklärung von 265 Nichtregierungsorganisationen (29. März 2006)
Genf. Die International Campaign for Tibet (ICT) hat am gestrigen Dienstag aus Anlass der letzten Sitzung der UN-Menschenrechtskommission in Genf eine gemeinsame Erklärung von 265 Nichtregierungsorganisationen unterzeichnet. Die Erklärung würdigt die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen während der vergangenen sechzig Jahre seit Bestehen der UN-Menschenrechtskommission. Gleichzeitig zeigen sich die Organisationen enttäuscht darüber, dass weder sie noch Opfer von Menschenrechtsverletzungen zur letzten Sitzung der Kommission uneingeschränkt zugelassen worden waren. mehr lesen
Aktuell: UN-Berichterstatter für Folter verurteilt Misshandlungen tibetischer Gefangener (22. März 2006)
Folter und Misshandlungen seien in Tibet weiterhin weit verbreitet, erklärte UN-Sonderberichterstatter für Folter, Dr. Manfred Nowak, nach seiner Ermittlungsreise in China und Tibet im November letzten Jahres. Nowak hatte in Tibet mit tibetischen politischen Gefangenen sprechen können. Inzwischen liegt ein Vorabbericht seiner Ermittlungsreise vor. mehr lesen
Pressemitteilung - Phuntsog Nyidron ICT übergeben (15. März 2006)
Berlin/Washington D.C., 15. März 2006. Die tibetische Nonne Phuntsog Nyidron, die wegen friedlicher Proteste im Jahre 1989 zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden war, konnte heute Morgen in die Vereinigten Staaten ausreisen. Da die Siebenunddreißigjährige in der chinesischen Haft gefoltert und misshandelt wurde, leidet sie seit langem unter einem schlechten gesundheitlichen Zustand. Sie wurde heute Morgen der International Campaign for Tibet übergeben und von ihrer früheren Zellengenossin Ngawang Sangdrol, die mittlerweile ebenfalls in den U.S.A. lebt, begrüßt. mehr lesen
Pressemitteilung: 47. Jahrestag des Volksaufstandes in Tibet - Gewaltsame Niederschlagung des tibetischen Volksaufstandes Mahnung für friedliche Konfliktlösung – Gespräche in Peking keine Beruhigungspille ( 9. März 2006)
Berlin. Der Jahrestag der gewaltsamen Niederschlagung des tibetischen Volksaufstandes vom 10. März 1959 mahnt zu friedlicher Lösung des immer noch schwelenden Tibetkonflikts. Die Internationale Staatengemeinschaft muss sich nachhaltig und mit lauter Stimme für Tibet und die Politik des XIV. Dalai Lama einsetzen, erklärte heute die International Campaign for Tibet Deutschland (ICT) in Berlin. mehr lesen
Aktuell: "Freiheit für Tibet" - Solidaritätsdemonstration in Berlin am 11.März 2006 zwischen 11-12 Uhr vor der Botschaft der Volksrepublik China ( 7. März 2006)
"Freiheit für Tibet" - unter diesem Motto steht die diesjährige Solidaritätsdemonstration im Gedenken an den tibetischen Volksaufstand von 1959. Die Verstaltung wird von mehreren Tibet-Unterstützergruppen am 11. März von 11-12 Uhr vor der Botschaft der Volksrepublik China in Berlin veranstaltet.Der 10. März gilt als weltweit größter Aktionstag für Tibet. 1959 kamen an diesem Tag spontan tausende Männer und Frauen in Lhasa, der Hauptstadt Tibets, zusammen, um gegen die unrechtmäßige Besetzung Tibets durch die Volksrepublik China zu protestieren. Der Niederschlagung des Volksaufstandes durch die chinesische Volksbefreiungsarmee sind 87.000 Menschen zum Opfer gefallen. mehr lesen
Pressemitteilung: Internationale Kritik begleitet Eröffnung olympischer Winterspiele in Turin ( 8. Februar 2006)
Die bevorstehende Eröffnung der olympischen Winterspiele in Turin wird begleitet von Kritik zahlreicher Tibet-Gruppen aus aller Welt. Mit Mahnwachen und Aktionen bis hin zu Hungerstreiks will die internationale Tibet-Unterstützerbewegung auf die Gleichgültigkeit des IOC gegenüber den Menschenrechtsverletzungen in Tibet hinweisen, die das Ausrichterland der nächsten Sommerspiele 2008, die Volksrepublik China, zu verantworten hat. mehr lesen
Aktuell: Light of Truth Essay Contest 2006 ( 1. Februar 2006)
Die International Campaign for Tibet richtet zum fünften Mal ihren „Light of Truth Essay Contest“ aus. In diesem Jahr sind vor allem jüngere Tibeter aufgerufen, bis zum 16. Mai 2006 kurze Essays über nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen in Tibet einzureichen. ICT will damit junge Tibeter und zugleich die Diskussion über relevante Themen in der tibetischen Diaspora fördern. Der Wettbewerb ist insgesamt dotiert mit 1.750 US-Dollar. Die besten Beiträge werden u.a. auf der Website www.savetibet.org veröffentlicht. mehr lesen
Pressemitteilung: Google unterwirft sich Diktat Pekings (26. Januar 2006)
Berlin, 26. Januar 2006. Die Entscheidung des weltweit führenden Suchmaschinenanbieters Google, seinen Service google.cn zu zensieren, wurde heute von der International Campaign for Tibet Deutschland (ICT) scharf kritisiert. Die Firma mit Hauptsitz in Kalifornien hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass ihre in China operierende Suchmaschine google.cn „politisch sensible“ Internetseiten aus ihren Suchergebnissen herausfiltern werde. Darunter fielen auch Begriffe wie „Tibet“, „Dalai Lama“, „Menschenrechte“ oder „Tiananmen-Platz“. mehr lesen
Aktuell: Neues Gefängnis bei Lhasa: spezielle Isolationstrakte zur strengeren Überwachung politischer Häftlinge (23. Januar 2006)
Washington D.C./Berlin, 23. Januar 2006. In der Nähe von Lhasa ist ein neues und größeres Gefängnis, in dem Hunderte von Insassen, darunter auch Mönche, Nonnen und andere politische Häftlinge untergebracht wurden, in Betrieb genommen worden. Die International Campaign for Tibet erfuhr, dass eine Anzahl von politischen Gefangenen aus Drapchi in der Tibetischen Autonomen Region (TAR) in diese neue Anstalt verlegt wurde, die sich im Kreis Chushur (chin. „Qushui“) in der Nähe von Nyethang (chin. „Nidang“) an der südlichen Ausfallstraße von Lhasa in Richtung Shigatse befindet. mehr lesen
Aktuell: Human Rights Watch prangert Menschenrechtssituation in Tibet an (20. Januar 2006)
Berlin, 20. Januar 2006. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch prangert in ihrem Jahresbericht 2006 das Vorgehen der chinesischen Behörden in Tibet an. Insbesondere die „Umerziehungskampagne“ Pekings sei politisch motiviert und richte sich gegen die Autorität des Dalai Lama, heißt es in dem Bericht, der am 18. Januar in New York veröffentlicht wurde. Besonders repressiv sei das Vorgehen der Regierungen in Burma, Nord-Korea, Turkmenistan sowie in Tibet und Xinjiang in der Volksrepublik China. mehr lesen