
Konferenz von sieben Tibetunterstützungsgruppen aus dem deutschsprachigen Raum in München
23. Januar 2003
Vertreter von sieben deutschsprachigen Tibetunterstützungsgruppen (TSG) trafen sich während des Wochenendes vom 10. bis 12. Januar 2003 in der bayrischen Hauptstadt München, Deutschland. Dies war die erste Zusammenkunft deutschsprachiger TSGs seit beinahe 10 Jahren. Zweimal waren sie in den frühen neunziger Jahren bereits zusammengekommen - zuerst in der Schweiz und anschließend in Deutschland.
Das Treffen wurde auf Initiative der Gesellschaft für Schweizerisch-Tibetische Freundschaft (GSTF) und der Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) organisiert. Die Tibet Initiative München e.V. (TIM) sorgte für das logistische Arrangement.
Insgesamt neunzehn Vertreter deutschsprachiger TSGs - der TIM (www.tibet-munich.de; Deutschland), des Tibet Forums (eine deutschsprachige Zeitschrift, die vom Verein Tibeter in Deutschland veröffentlicht wird, www.tibet-forum.de), der neu gegründeten International Campaign for Tibet - Deutschland e.V. (ICT-D, www.savetibet.de; Deutschland ), der TID (www.tibet-initiative.de; Deutschland), von Save Tibet (www.logic.at/tibet; Österreich), des Vereines Tibeterjugend Europa (VTJE, www.tibetanyouth.org; Schweiz) und der GSTF (www.tibetfocus.ch, Schweiz) - trafen von Freitag Abend bis Sonntag Nachmittag zusammen. Ngawang Choephel, ein Vertreter des Tibetbüros in Genf, welches die tibetischen Angelegenheiten in den deutschsprachigen Ländern Europas wahrnimmt, nahm ebenfalls an dem Treffen teil. Seine Anwesenheit erwies sich als besonders wertvoll, da viele das Tibetbüro betreffende Fragen direkt an ihn gestellt werden konnten.
Während des dreitägigen Treffens wurden Vorschläge für die 4. Internationale Konferenz der TSG im kommenden Herbst ausgearbeitet Die derzeit laufenden Kampagnen und deren Koordination wurden besprochen und Pläne für die zukünftige Zusammenarbeit in deutschsprachigen Ländern entwickelt.
In diesem Zusammenhang stellte die GSTF drei ihrer Hauptprojekte vor: Die Kampagne anlässlich der Olympischen Spiele in Beijing (www.games-of-beijing.org), die Wirtschaftskampagne und die Petition für Freiheit und Selbstbestimmung. Die TID informierte ebenfalls über ihre Flaggenaktion, die „Free Me" Kampagne und den „Boycott Made in China".
Während des Treffens erreichte die Teilnehmer die traurige Nachricht, dass Geshe Thubten Ngawang des Tibetischen Zentrums Hamburg am Samstag verschieden ist. „Hamburg-Geshe-La", wie er liebevoll in Deutschland und an anderswo genannt wurde, hatte nicht nur das erfolgreiche Buddhistische Zentrum (www.tibet.de) gegründet, sondern hatte sich auch als aktives Mitglied an der weltweiten Tibetbewegung, besonders im deutschsprachigen Raum, beteiligt. Als Ausdruck der Anerkennung für seinen unermüdlichen Einsatz für Tibet wurde die Konferenz für eine Schweigeminute unterbrochen und ein Kondolenztelegramm an das Tibetische Zentrum gesandt.
Die anwesenden Vertreter stimmten nach Abschluss der Konferenz überein, dass das Treffen besonders durch die Ausrichtung auf konkrete Kampagnen fruchtbar gewesen sei. Die Teilnehmer äußerten den Wunsch, in Zukunft jährlich für eine derartige Konferenz zusammenzukommen. Auch die Hoffnung, in Zukunft weitere TSGs aus Luxemburg, Lichtenstein und Südtirol auf einem derartigen Treffen begrüßen zu können, wurde ausgesprochen.
Dieser kurze Bericht wurde im Namen der teilnehmenden Organisationen auf Englisch verfasst von:
Tsewang Norbu
Vorstandsmitglied (Verantwortlich für den Kontakt zu anderen Tibethilfsgruppen)
Tibet Initiative Deutschland e.V.
Übersetzung: Yuldon Gyanatshang